Weblog-Archiv für 11. Oktober 2007|Tagesarchiv

Klinsmann für Trapattoni?

Salzburg – Sind die Tage des Maestro in der Mozart-Stadt bereits gezählt?

Giovanni Trapattoni hat offiziell Urlaub.

Der Coach des österreichischen Meisters Red Bull Salzburg erholt sich zu Hause in Mailand.

Unterdessen sorgt sich die Stadt um den Vorzeigeklub – und diskutiert ganz offen über den Rauswurf des Italieners.

Absturz des Meisters

Nach dem Ausscheiden aus Champions League und Uefa-Cup hat der 68-Jährige kaum noch Argumente, zumal sein Team in der Liga nur auf Platz fünf rangiert.

Die Länderspielpause will Klub-Chef Dietrich Mateschitz zu einer Krisensitzung nutzen, sobald „Trap“ aus Italien zurück ist.

Der Trainer muss sich stellen

„Da wird auch der Trainer hart angeredet“, verspricht Sportdirektor Heinz Hochhauser.

Trapattoni müsse jetzt „Lösungen bieten. In der Verfassung haben wir keine Chance, Meister zu werden. Nicht einmal unser Minimalziel Herbstmeisterschaft können wir noch schaffen“.

Sieben Punkte beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Austria Wien. Beim 1:4 am vergangenen Wochenende in Linz forderten die Fans den Kopf des Trainers.

Zeitungen empfehlen „Trap“ den Rücktritt

Und bei der kritischen Presse hat Trapattoni ohnehin jeglichen Kredit verspielt.

Laut „Salzburger Nachrichten“ ist der Klub „am Tiefpunkt seiner noch jungen Geschichte“ angelangt. Es sei daher „der beste Zeitpunkt, um zurückzutreten“.

Klubboss will Klinsmann

Das „Sportmagazin“ will „aus exklusiver Quelle“ erfahren haben, dass Dosengigant Mateschitz Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann als „Trap“-Nachfolger holen will.

Den früheren Coach von Bayern München und dem VfB Stuttgart verspottet das Blatt in seiner Oktober-Ausgabe als „pensionsreifes Auslaufmodell“, das „Catenaccio zum Erbrechen“ spielen lasse.

Team spielt zu defensiv

Auch im Team rumort es. „So geht es nicht mehr weiter. Wir stehen nur noch hinten und versuchen erst gar nicht, ein Tor zu schießen“, klagt der verletzte Ex-Nationalspieler Alexander Zickler.

Der Hauptvorwurf an Trapattoni ist der gleiche wie schon in seiner Zeit in Deutschland: Die Fans wollen für die 60 Millionen Euro, die Brausemilliardär Mateschitz jährlich in den Klub pumpt, Spektakel sehen.

Doch „Trap“ bietet Angsthasenfußball mit drei defensiven Mittelfeldspielern und nur einer Spitze.

Schon Matthäus musste gehen

Daran ist schon Lothar Matthäus verzweifelt. Dessen Bemühungen, dem Chef mehr Mut einzureden, endeten mit dem Rauswurf des Rekordnationalspielers.

Seitdem hat sich nichts gebessert – im Gegenteil. In der Liga rutschten die Bullen ab, auch weil die ultradefensive Spielweise in Auswärtsspielen noch keinen Sieg brachte.

Und nach dem Aus in der Königsklasse gegen Schachtjor Donezk (1:0/1:3) scheiterte Salzburg auch in der ersten Runde des Uefa-Cups an AEK Athen (0:3/1:0).

Trap glaubt noch an den Titel

Doch Trapattoni übt sich in Durchhalteparolen. „Der Rückstand ist aufzuholen. Mit der richtigen Einstellung kann diese Mannschaft noch Meister werden“, sagt er.

Ob er zurücktritt? „Nein. Ich habe noch immer Spaß.“

Manager Hochhauser meint, es müsse nun „etwas Entscheidendes geschehen“, Trapattoni stehe jedoch „nicht zur Debatte“.

Rausschmiss eine Frage der Zeit?

Dass die Tage des einstigen Erfolgscoaches aber gezählt sein könnten, lässt eine Aussage vom Boss vermuten.

Trapattoni bleibe so lange Trainer, „bis es eine signifikant bessere Lösung“ gebe, sagt Mateschitz, der einen Mann von Weltruf herbeisehnt, der dem Klub Glanz, Glamour und eine frische Philosophie bringt.

Herr Klinsmann, übernehmen Sie!

Boeing „Dreamliner“: Auslieferung ein halbes Jahr später

Auslieferung ein halbes Jahr später

Jungfernflug zum zweiten Mal verschoben.

Der US-Flugzeugbauer Boeing hat die Auslieferung seines neuen Langstreckenjets 787 „Dreamliner“ um ein halbes Jahr auf Dezember 2008 verschoben. In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung teilte das Unternehmen außerdem mit, dass der Jungfernflug der neuen Maschine nun erst Ende März kommenden Jahres stattfinden solle.
Als Grund für die Verzögerung nannte Boeing anhaltende technische Probleme bei der Montage. Bereits im vergangenen Monat hatte der Konzern den ursprünglich für Ende September geplanten ersten Testflug abgesagt. Im Dauerwettstreit mit dem Konkurrenten Airbus bedeutet die Verzögerung für Boeing einen klaren Rückschlag.

Probleme mit Software und Zulieferern
In den letzten Wochen hatten sich schon die Hinweise gemehrt, dass Boeing mit seinem ehrgeizigen Zeitplan zunehmend in Verzug geriet. US-Regionalzeitungen berichteten mehrfach über Probleme bei der endgültigen Fertigstellung der Flugsystemsoftware und Engpässen bei der Versorgung durch die Zulieferer.

„Sind enttäuscht“
In der schriftlichen Erklärung bedauerte Boeing-Chef Jim McNerney die Verzögerungen. „Wir sind enttäuscht über die Änderungen im Zeitplan“, hieß es darin. „Trotz der Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, vertrauen wir weiter in die 787 und ihre fundamentalen Innovationen.“

Zivilflugchef Scott Carson sagte, angesichts anhaltender Technikprobleme benötigten die Ingenieure mehr Zeit: „Obwohl wir in den vergangenen Wochen einige Fortschritte gemacht haben, reicht das Tempo dieser Fortschritte nicht aus, um unsere ursprünglichen Pläne für den Jungfernflug und die erste Auslieferung aufrechtzuerhalten.“

Jungfernflug schon einmal verschoben
Bereits die Verschiebung des Jungfernflugs Anfang September hatte bei Kunden und Aktionären die Sorge ausgelöst, Boeing könnte ähnlich wie der europäische Rivale Airbus bei seinen Maschinen A380 und A350 erst mit Verzögerung liefern.

Damals hatte Boeing Probleme mit der Bordsoftware und mit dem Einbau von Komponenten auswärtiger Hersteller genannt. Das Unternehmen zeigte sich am Mittwoch zuversichtlich, dass die Verzögerungen keine Auswirkungen auf Gewinnprognosen für 2007 und 2008 haben.

Mit Spannung erwartet
Die „Dreamliner“-Flugzeuge sind die erste Boeing-Neuentwicklung seit 13 Jahren und werden von Fachwelt und Luftfahrtfans mit Spannung erwartet. Anfang Juli hatte der Hersteller die als revolutionär gehandelte Maschine in einer großen Werbeveranstaltung der Weltöffentlichkeit vorgestellt.

Insgesamt liegen nach Firmenangaben etwa 700 Bestellungen für den „Dreamliner“ vor. Sie haben laut Katalogpreis einen Wert von gut 110 Milliarden Dollar. Erst vor zwei Wochen hatte British Airways 24 Maschinen bestellt und sich die Optionen für 18 weitere gesichert.

Weniger Spritverbrauch
Boeing verspricht Fluggesellschaften einen um 20 Prozent verringerten Spritverbrauch gegenüber vergleichbaren Maschinen, etwa durch den Einsatz leichterer Verbundstoffe anstelle des traditionell verwendeten Aluminiums. Die ersten „Dreamliner“ sollten ursprünglich im kommenden Mai an die japanische All Nippon Airways (ANA) ausgeliefert werden.

Schadenfreude bei Airbus?
Grund zur Schadenfreude besteht bei Airbus nicht. Zunächst sind die Europäer selbst leidgeprüft. Die Probleme mit dem Riesen-Airbus A380 hatten die Herstellerfirma wie auch den Mutterkonzern EADS in eine tiefe Krise gestürzt. Zudem ist der „Dreamliner“ dem A350 trotz der nun aufgetauchten Schwierigkeiten nach wie vor weit voraus. Der A350XWB soll erst 2013 kommen.

Hamann: Neues Angebot aus Manchester

Manchester City will Didi Hamann (34) ein weiteres Jahr an sich binden.

Belohnung für den Ex-Bayern, der unter Neu-Coach Sven Göran Eriksson gute Leistungen zeigte.

Hamann, dessen Vertrag am Ende der Saison ausläuft, absolvierte alle neun Meisterschaftsspiele, führte das Team auf Platz drei – nur einen Punkt hinter dem großen Rivalen ManU.

Der neue Vertrag soll Hamann 30 000 Euro in der Woche bringen.

 

Schneider wechselt nach Jena

Fakt: Das Karriere-Ende von Bernd Schneider rückt immer näher. Der 33 Jahre alte Nationalspieler hat immer betont, dass er seine Karriere in Jena beenden wolle.

Gerücht: Bernd Schneider wechselt zur nächsten Saison in seine Heimatstadt Jena.

Wahrheitsgehalt: Maximal: 10% Der Leverkusener hat noch einen gültigen vertrag bis 2009 und glänzt zur Zeit mit guten Leistungen in der Bundesliga und Nationalmannschaft. Sportchef Rudi Völler soll Schneider aus diesem Grund schon ein neues Angebot unterbreitet haben. Der Wechsel nach Jena wird dementsprechend wohl noch ein wenig auf sich warten müssen.

Quelle: sportal.de